Stabile Preise im Fernverkehr der Deutschen Bahn

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn mit Informationen zu den Bahnpreisen.
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Gute Nachricht für Zugreisende: Die Deutsche Bahn wird die Preise für Tickets im Fernverkehr und Bahncards in diesem Jahr nicht erhöhen. Somit verbleiben die Fahrkarten in der 2. Klasse erneut auf dem alten Niveau; im letzten Jahr verteuerten sich nur die 1.-Klasse-Tickets. Mit diesem Schritt reagiert der Konzern auf den wachsenden Konkurrenzdruck.

Bahncards und Sparpreise stabil

Normalerweise erhöhte die DB ihre Preise in der Vergangenheit immer zum Fahrplanwechsel im Dezember. Im letzten Jahr gab es einen Strategiewechsel: Nur die 1. Klasse-Tickets wurden etwas teurer. In diesem Jahr verstärkt die Bahn ihre Kundenoffensive und verzichtet fast völlig auf Preiserhöhungen: Die Normalpreise heißen dann Flexpreise und bleiben genauso wie die Sparpreise, die Streckenzeitkarten und alle Bahncards gleich teuer.

Sparpreise und Sprinter noch attraktiver

Darüber hinaus möchte die Bahn zusätzliche Kunden gewinnen, die gerne flexibel und kurzentschlossen reisen. Die Vorverkaufsfrist für die zuggebundenen Sparpreis-Tickets ab 29,- Euro (bisher mind. 1 Tag vor der Reise) entfällt vollständig. Somit können die Kunden bis kurz vor Fahrtantritt einen Sparpreis buchen, wenn er noch verfügbar ist. Auch Umtausch oder Erstattung der Sparpreis-Tickets sind bis zum Abfahrtstag möglich.

Eine weitere Neuerung betrifft die Sprinter-ICEs, die oft ohne Halt in kürzester Zeit zwischen großen Metropolen fahren. Bisher musste dafür zwingend ein Sitzplatz reserviert werden. Diese Reservierungspflicht und der Sprinteraufpreis in Höhe von 11,50 Euro entfallen ebenfalls.

Reaktion auf harten Wettbewerb

Im Wettbewerb mit wachsenden Fernbusangeboten, Billigfliegern und günstigen Benzinpreisen reagiert der DB-Konzern auf das Preisgefühl der Reisenden. Mit einer Kundenoffensive und z.B. vergünstigten 3-Monats-Bahncards konnten viele Hunderttausend zusätzliche Kunden gewonnen und an die Bahn gebunden werden. Die treuesten Fahrgäste werden seit drei Jahren geschont, denn die BahnCard 100 und die Streckenzeitkarten werden nächstes Jahr so günstig sein wie im Jahr 2012. „Mit dem weitgehenden Verzicht auf Preiserhöhungen folgen wir konsequent unserer neuen Fernverkehrsstrategie“, meint Berthold Huber, Vorstand Verkehr und Transport der DB.

Deutlich schneller und etwas teurer zwischen Erfurt und Halle/Leipzig

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 werden auf der Neubaustrecke Erfurt – Halle/Leipzig wichtige neue Abschnitte in Betrieb genommen, sodass sich die Fahrzeiten auf dieser Verbindung deutlich um bis zu 60 Minuten verkürzen werden. Mit dieser Angebotsverbesserung begründet die Bahn ihre einzige Fahrpreiserhöhung in diesem Jahr, die für diese Strecke gilt. Eine Fahrt von Frankfurt (Main) nach Leipzig dauert dann beispielswiese rund 23 Minuten weniger (dann nur noch ca. 3 Stunden), und der Fahrpreis steigt von 80 auf 85 Euro. Auch die Streckenzeitkarten werden etwas teurer.

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