Der Baden-Württemberg-Tarif kommt

Mit dem Baden-Württemberg-Ticket reisen Sie günstig und entspannt durch ganz Baden-Württemberg.
Mit dem Baden-Württemberg-Ticket reisen Sie günstig und entspannt.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg bereitet die Einführung eines landesweiten verbundübergreifenden Tarifs für den öffentlichen Nahverkehr vor. Die erste Stufe wird Ende 2018 starten, und ab 2021 soll dann gelten: Für eine Fahrt auch nur ein Ticket. Dieses soll dann bevorzugt elektronisch gekauft und genutzt werden.

Busse & Bahnen im Nahverkehr können manchmal ganz schön anstrengend sein. Zwar ist das Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln heute weitaus bequemer als noch vor 20 Jahren, und das Portemonnaie wird im Vergleich zum eigenen Auto auch geschont. Aber der Kauf einer gültigen und günstigen Fahrkarte kann zur Wissenschaft werden: Wer heute z.B. von nach Reutlingen West zum Universitätsklinikum Ulm fahren möchte (Luftlinie ca. 70 km), braucht für eine Richtung drei Fahrkarten: eine für den Busverkehr in Reutlingen, ein Bahnticket Richtung Osten, und dann noch eine Busfahrkarte vom Bahnhof in Ulm zum Ziel. Für Selten-Bahnfahrer ist das nur schwer einzusehen noch zu verstehen, denn die Kommunen haben auch noch jeweils unübersichtliche Waben- und Zonentarife. Kein Wunder, dass kaum jemand diesen Aufwand auf sich nimmt. Allein in Baden-Württemberg gibt es 22 (!) Verkehrsverbünde mit jeweils eigenen komplizierten Tarifen und Ausnahmeregelungen für die Fahrradmitnahme oder Vergünstigungen.

Das Ende des Fahrkarten-Dschungels ist absehbar

Das soll sich ändern. „Wir wollen mit dem Baden-Württemberg-Tarif den Umstieg vom Auto auf umwelt- und klimaschonende Verkehrsmittel attraktiver machen“, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Deswegen hat die grün-schwarze Regierung in Stuttgart nun die Gründung der Baden-Württemberg-Tarif GmbH beschlossen. Dieses Unternehmen bereitet die Einführung des Tarifs vor und wird später die Tickets vertreiben bzw. abrechnen. Alle Verkehrsverbünde im Ländle müssen einbezogen werden und lassen sich ihre Zustimmung etwas kosten. Die Mehrkosten werden auf die einzelnen Fahrkarten umgelegt und damit wie üblich solidarisch von allen Kunden getragen.

Ab Dezember 2018 soll es möglich sein, mit dem Bahnticket des Regionalverkehrs auch die Busse, Trams und S-Bahnen am Zielort zu nutzen. Drei Jahre später könnten Sie dann von Ihrer Haustür bis zum Ziel mit einer Fahrkarte fahren, und das gilt dann auch für Tages- und Zeitkarten. Das Verkehrsministerium möchte für den Baden-Württemberg-Tarif das E-Ticketing vorantreiben, damit das lästige Warten am Schalter oder Automaten entfällt, und Sie Ihren Fahrschein schon am Frühstückstisch auf Ihr Smartphone laden können. Zu diesem Zweck werden erstmals Verkaufslizenzen für elektronische Tickets vergeben.

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