Trend im Fernverkehrsmarkt erfreut Fahrgäste

Bild von einem Fernbus vom Anbieter Flixbus
Ein Fernbus von Flixbus

Obwohl die Zahl der Anbieter im Fernbusmarkt letztes Jahr gesunken ist, konnte die Branche für das gesamte Jahr 2016 ein leichtes Plus vermelden. Dank des intermodalen Preiskampfes zwischen Straße und Schiene konnten die Ticketpreise für Fernreisen stabil bleiben, obwohl Flixbus den Fernbusmarkt stark dominiert. Die Deutsche Bahn holt in Sachen Service auf und will Kunden zurückgewinnen, sodass Reisende auch im Jahr 2017 mit vielen attraktiven Angeboten rechnen können.

der Fernbusmarkt wächst leicht

Der Fernbusmarkt war 2016 stark in Bewegung. Der Branchenführer Flixbus hat mehrere Konkurrenten übernommen, seinen Marktanteil ausgebaut und dominiert jetzt den Fernverkehr auf der Straße. Die Bahn dagegen stellte BerlinLinienBus ein, und setzt hier nur noch auf dem IC Bus. Laut dem Vergleichsportal Fernbusse.de gab es in der ersten Jahreshälfte noch ein starkes Wachstum in diesem Segment, das jedoch gegen Jahresende abflaute. Insgesamt fuhren 25,3 Mio. Reisende im letzten Jahr mit dem Fernbus, zwei Drittel davon waren innerhalb Deutschlands unterwegs. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, obwohl nach der „Marktkonsolidierung“ einige kaum genutzte Linien eingestellt wurden. Aufgrund des weiterhin starken Preiskampfes – auch gegen die Sparangebote der Bahn – erwarten die Fachleute im laufenden Jahr eine weitere Zunahme bei den Fahrgastzahlen – zulasten von Auto, Flugzeug und Mitfahrgelegenheiten. Die Umwelt und Luftqualität sowie das Klima freuen sich.

Ticketpreise bleiben günstig

Parallel mit der Marktkonsolidierung in der zweiten Jahreshälfte stiegen die Bahnpreise leicht, wie eine Analyse der getätigten Buchungen im Fernbusmarkt ergab. Aber mit durchschnittlich 23,21 Euro im letzten Quartal 2016 lagen die Preise noch unter denen im ersten Quartal 2015, als zahlreiche Konkurrenten um die Fahrgäste kämpften und im Schnitt 24,43 Euro für ein Ticket kassierten. Ein Grund dafür ist die neue Preis- und Servicepolitik der Deutschen Bahn. Um ein weiteres Umsteigen der Fahrgäste von der Schiene auf die Straße zu verhindern und sie sogar wieder zurück zu holen, schmiss der ehemalige Fernverkehrsmonopolist viele sehr günstige Sparpreise auf den Markt. Auch mit neuen modernen Zügen, W-LAN in der 2. Klasse, besserem Service und schlauen Apps zur Ticketbuchung und Verbindungssuche greift die Bahn den Fernbusmarkt an.

Fernbus des Jahres 2016

Aber auch hier gibt es noch Konkurrenz und Bewegung. Bei der Online-Wahl zum Fernbus des Jahres überzeugte erneut DeinBus.de die Reisenden am meisten und gewann. Hier spiegelte sich die hohe Kundenzufriedenheit in Sachen Buskomfort, Pünktlichkeit und Service wider. Eine Fachjury kürte – wenig überraschend – das Netz von Flixbus mit deutlichem Abstand zum Sieger, weil es mit der Zahl und Frequenz der Verbindungen punkten konnte.

Die Reisenden als Gewinner

Unterm Strich profitieren die Verbraucher von diesen Entwicklungen. „Die Preise im Fernbus sind weiterhin sehr niedrig, die Bahn steht unter Druck und reagiert mit günstigen Tickets und Serviceverbesserungen. Damit ist es deutlich attraktiver geworden, das eigene Auto stehen zu lassen“, so Geschäftsführer Marc Hofmann von Check My Bus.

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